Schon sehr früh kam ich in den Genus den Film "Spiel mir das Lied vom Tod" zu sehen. Ich achtete damals gar nicht so sehr auf die Bilder, viel eindrucksvoller war die Musik für mich die mich so sehr begeisterte und mir klar machte wie wichtig die Musik zum Film ist.
Von diesem Zeitpunkt an war mir bewusst, das ein Großteil der Wirkung der Filme durch die Musik bestimmt ist.
Was wäre dieser Film ohne die Musik von Ennio Morricone? Oder "Schindlers Liste" ohne die wunderschönen Kompositionen von John Williams?
Für viele bleibt die Filmmusik weitgehend unbemerkt, obwohl sie oft einen wesentlichen Anteil an der gesamten Filmwirkung hat. Die Musik ist an sich eine eigenständige Kunst die es aber vermag die Absichten eines Filmes zu verdeutlichen, zu verstärken oder sogar erst hervor zu bringen. Die wichtigste Voraussetzung für die Gesamtwirkung ist die künstlerische Zusammenarbeit zwischen Filmemacher und Komponisten.
Im Idealfall kann die Musik auch für sich selbst sprechen und auch ohne Bilder so gut sein das sie den Weg zum Publikum findet.
In der Filmmusik ist aber auch vieles anderes möglich - ein einzelner Ton, Soundgemälde, Rhythmen oder Atmosphären welche zur reinen Unterstützung des Bildes dienen.
Leider ist in der heutigen Zeit die Filmmusik austauschbar geworden. Oft werden nur noch fertige Loops und Soundschnipsel verarbeitet die auch in jedem anderen Film benutzt werden könnten.
Filmmusik braucht Kreativität !
Digital Genesis
Produktion: Hans-Ulrich Danzebrink Musik : Andreas Mayer
Braindrops
Produktion: Hans-Ulrich Danzebrink Musik : Andreas Mayer
Hans-Ulrich Danzebrink, seit 1991 bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig tätig. 1996 Promotion über die Entwicklung eines neuen hochauflösenden Nahfeldmikroskopie-Verfahrens. Sein Film Dimensionen war nominiert für deninternationalen-medien-kunst-preis2004. Mehrfach bei Arte, 3 Sat und dem Südwest Fernsehen gesendet Homepage von Hans: www.lichtstreifen.de